Paket-Boom und Rekordumsätze: So verändert der Black Friday den Online-Handel im deutschsprachigen Raum

Black Friday

Was der Black Friday wirklich für Österreich und Deutschland bedeutet

Der Black Friday hat sich längst von einem US-Shopping-Phänomen zu einem der wichtigsten Handelstermine weltweit entwickelt. Auch im deutschsprachigen Raum, wo Online-Shopping und Paket-Logistik in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen haben, ist der Aktionstag nicht mehr wegzudenken. Für Unternehmen im E-Commerce, für Logistikdienstleister und für Endkund*innen stellt er sowohl eine große Chance als auch eine erhebliche Herausforderung dar. In diesem Blogpost erfahren Sie, woher der Black Friday kommt, wie er sich in Österreich und Deutschland durchgesetzt hat und wie er den Online-Handel und das Paketvolumen beeinflusst.

Woher kommt der Black Friday und warum spielt er bei uns eine so große Rolle?

Der Begriff „Black Friday“ wurde in den 1950er-Jahren in Philadelphia geprägt – die Polizei benutzte ihn, um das Verkehrs- und Einkaufschaos am Tag nach dem US-Feiertag Thanksgiving zu beschreiben. Später übernahmen Händler die Bezeichnung und deuteten sie positiv um: Laut einer Theorie markiere der Tag den Wechsel von roten in schwarze Zahlen, also in die Gewinnzone.

Der Black Friday findet immer am Freitag nach Thanksgiving statt, also am vierten Freitag im November. Obwohl Thanksgiving in Europa keine Rolle spielt, orientieren sich Händler im deutschsprachigen Raum an den US-Aktionstagen – und nutzen den Termin heute als Startschuss für das Weihnachtsgeschäft.

Cyber Week & Cyber Monday: Die Erweiterung des Shopping-Events

Black Friday ist heute nicht mehr nur ein einzelner Tag. Händler dehnen den Aktionszeitraum längst aus – häufig zur Cyber Week, einer ganzen Woche Rabatte im Online-Geschäft. Der Cyber Monday, ursprünglich von reinen Online-Shops eingeführt, folgt am Montag nach Black Friday und zählt international ebenfalls zu den umsatzstärksten digitalen Einkaufstagen. Viele Plattformen starten mit der Black Week oder dem Black November schon Wochen früher mit den Rabatten – was Konsument*innen mehr Vergleichsmöglichkeiten, aber auch mehr Kaufanreize bietet.

Black Friday in Österreich und Deutschland

In Österreich tauchte der Black Friday in den frühen 2010er-Jahren erstmals auf – getrieben von globalen Online-Händlern und der internationalen Vernetzung. Laut einer Analyse war bereits 2018 eine Umsatzgröße von rund 100 Mio. Euro an diesem Tag ausgewiesen.

2019 entschied das Oberlandesgericht Wien, dass „Black Friday“ als Begriff allgemein nutzbar ist – was zeigt, wie etabliert der Marketing-Aktionstag in Österreich bereits war. Seitdem gehören Händler-Aktionen, Rabatte und spezielle Online-Campaigns rund um den Black Friday fest zum Jahreskalender im österreichischen Handel.

Auch in Deutschland ist der Black Friday innerhalb weniger Jahre zum wichtigsten Online-Shopping-Event des Jahres geworden. Laut Handelsverband Deutschland (HDE) wurden rund um Black Friday & Cyber Monday 2023 6,1 Milliarden Euro Umsatz generiert – überwiegend online. Die DHL Group meldet Jahr für Jahr neue Rekorde im deutschen Paketnetz: 2023 wurden bis zu 12 Millionen Pakete pro Tag sortiert – Allzeit-Rekord. Direkt nach Black Friday beginnt regelmäßig die „Peak Season“.

Einfluss auf den Online-Handel: Warum Black Friday so stark wirkt

Der Black Friday ist heute einer der umsatzstärksten Tage im Online-Handel. Das Einkaufsverhalten hat sich dabei in den letzten Jahren deutlich verändert: Viele Konsument*innen warten gezielt auf diesen Zeitraum, um Produkte günstiger zu erwerben – insbesondere in den Kategorien Elektronik, Haushaltsgeräte und Mode.

Laut Erhebungen der Wirtschaftskammer Österreich werden in Spitzenjahren rund 80% der Umsätze online erzielt – ein klarer Indikator, wie stark digitale Kanäle inzwischen dominieren. Prognosen für 2024 lagen bei rund 430 bis 490 Mio. Euro Umsatz allein in Österreich. Auch der Österreichische Handelsverband meldete für 2023 ein Umsatzniveau von etwa 420 Mio. Euro rund um den Black Friday, was ihn zum Startschuss für das Weihnachtsgeschäft macht. Ein ähnliches Bild zeigt sich in Deutschland: Laut Handelsverband Deutschland erreichte der deutsche Handel rund um Black Friday und Cyber Monday Umsätze von über 6 Mrd. Euro – überwiegend im E-Commerce.

Dass der Black Friday so stark auf Konsument*innen wirkt, hat mehrere Gründe. Zum einen erzeugt der begrenzte Aktionszeitraum das Gefühl, dass man ein gutes Angebot nur jetzt – und nicht später – bekommt. Gleichzeitig sorgen Medienberichte, Social-Media-Kampagnen und die enorme Sichtbarkeit der Rabatte dafür, dass viele Menschen den Eindruck haben, „jetzt kaufen alle“. Hinzu kommt, dass der November strategisch günstig liegt: Kurz vor Weihnachten nutzen viele die Gelegenheit, Geschenke oder teure Anschaffungen günstiger zu sichern. 

Paketmengen am Limit: Black Friday und die logistische Realität

Die Digitalisierung des Handels hat die Bequemlichkeit gesteigert – aber auch das Paketaufkommen explodieren lassen. Laut der Österreichische Post wurden 2024 im Inland mehr als 224 Mio. Pakete befördert – mit Tageshöchstwerten von über 1 Mio. Sendungen in der Peak-Saison Anfang Dezember, direkt im Anschluss an die Black-Friday/Cyber-Week-Phase. 

Die Wirtschaftskammer Wien hat die Situation in Wien eindrucksvoll dargestellt: in der Hauptstadt werden jeden Tag
rund 540.000 Pakete zugestellt oder verschickt – diese Menge an Paketen könnte jeden Tag 12 Fußballfelder füllen. 

Auch in Deutschland berichten Logistikdienstleister wie die DHL Group von neuen Rekordwerten der Sortier- und Zustellkapazitäten, direkt angeschoben durch den Black Friday.   

Dazu kommt ein Kostentreiber für Händler: Retouren sind nach Rabattaktionen besonders hoch – je nach Kategorie bis zu 40% im Modebereich. Für Unternehmen bedeutet Black Friday also auch: Entweder man ist logistisch top-vorbereitet – oder man riskiert Lieferverzögerungen, unzufriedene Kund*innen und hohe Kosten.

Bild Paketbox Black Friday

Wie Paketboxen von Housemeister die Black-Friday-Logistik entlasten

Gerade in der paketintensivsten Zeit des Jahres, wie rund um den Black Friday und die anschließende Weihnachtszeit, ist eine effiziente Zustelllogistik entscheidend. Während Kund*innen schnelle Lieferung erwarten, kämpfen Zusteller*innen in Mehrparteienhäusern oft mit mehrfachen Zustellversuchen aufgrund von Abwesenheit und fehlenden Ablageorten. Genau hier setzt Housemeister an: Mit smarten Paketboxen am Wohn- und Gewerbegebäude können Paketempfang und Zustellung deutlich vereinfacht werden.

Die Vorteile einer smarten Paketbox im Gebäude:

  • Zustellung beim ersten Versuch – jeder Paketdienst kann Pakete ablegen
  • 24/7-Zugriff für Empfänger*innen – Pakete werden sicher hinterlegt, ohne dass jemand zuhause sein muss und können jederzeit entnommen werden
  • Weniger Retouren & Ersatzfahrten – weniger CO₂-Belastung, geringere Kosten, Entlastung für Zusteller*innen
  • Mehr Sicherheit – Pakete werden nicht mehr vor Türen, bei Nachbarn oder im Stiegenhaus abgelegt
  • Digitale Benachrichtigung – Bewohner*innen wissen in Echtzeit, wann etwas geliefert wurde

Fazit

Der Black Friday ist im deutschsprachigen Raum längst kein Trend mehr, sondern fester Bestandteil des Handelsjahres – mit erheblichem Einfluss auf Online-Umsätze und Logistik-Volumen. Für Händler und Dienstleister gilt: Wer die Vorbereitung verpasst, läuft Gefahr, sowohl operativ als auch wirtschaftlich benachteiligt zu sein. Eine durchdachte Lösung wie die Paketboxen von Housemeister kann hier spürbare Entlastung bringen – gerade wenn das Paketaufkommen seine jährlichen Höchststände erreicht.

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FAQs

Der Black Friday ist in den USA der Freitag nach dem Erntedankfest (Thanksgiving) – also traditionell am vierten Donnerstag im November, der darauf folgende Freitag. Für den deutschsprachigen Raum bedeutet das: Der Black Friday findet entsprechend am Freitag nach dem US-Thanksgiving statt – damit liegt er meist Ende November. 2025 fällt er auf den 28. November.

Der Begriff stammt aus den 1950er Jahren in den USA, ursprünglich wegen des Verkehrs- und Einkaufschaos nach Thanksgiving. Laut Theorien bezeichnet er die Menschenmasse auf den Straßen, oder aber den umsatzstarken Tag für den Handel, also Wechsel von roten in schwarze Zahlen.

Die Cyber Week ist der verlängerte Online-Shopping-Zeitraum rund um den Cyber Monday – die Woche nach dem Black Friday, in der viele Händler erneut starke Rabatte anbieten, vor allem im E-Commerce. Ursprünglich war der Cyber Monday ein reiner Online-Rabatt Tag, eingeführt als digitale Antwort auf den Black Friday im stationären Handel. Heute verbinden viele Händler beide Events miteinander und machen daraus eine komplette Woche voller Online-Deals.

Erste Aktionen in Österreich datieren auf die frühen 2010er Jahre und wurden von internationalen Online-Händlern mitgetragen.
In Deutschland tauchte der Black Friday etwas früher auf als in Österreich. Erste Aktionen finden sich bereits Ende der 2000er-Jahre, vor allem durch internationale Online-Händler wie Amazon und Apple. Richtig etabliert hat sich der Black Friday jedoch ab etwa 2013–2014, als große Handelsketten und deutsche E-Commerce-Webshops massive Rabattkampagnen einführten. Seit diesen Jahren gilt er im deutschen Handel als offizieller Auftakt des Weihnachtsgeschäfts.
In der Schweiz  lassen sich die ersten größeren Rabattaktionen an Black Friday ab etwa 2015 beobachten.

Laut Daten der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) wird beim Black Friday in Österreich erwartet, dass rund 80% der Umsätze online generiert werden. Für 2024 wurden z.B. rund 430 Mio. Euro Umsatz prognostiziert.
Laut Handelsverband Deutschland (HDE) lag der Umsatz im Black-Friday-/Cyber-Monday-Zeitraum 2018 bei rund 2,4 Milliarden Euro, im Jahr 2023 sogar bei 6,1 Milliarden Euro im deutschen Online- und stationären Handel.
Damit ist der Black Friday ein wichtiger Online-Einkaufs­tag – mit starker Bedeutung für Distanz-/E-Commerce.

Folgende Punkte sind besonders wichtig:

  • Angebote können scheinbar sehr günstig sein, aber der Vergleichspreis war vielleicht künstlich hoch. Die Arbeiterkammer (AK) warnt vor „Lockvogel-Rabatten“. 
  • Fake-Shops und betrügerische Anbieter nutzen die Aktionszeit intensiv.
  • Versandkosten, Rücksendekosten, Ausnahmen beim Rabatt – diese kleingedruckten Angaben nicht übersehen.
  • Preisvergleich vorab lohnt sich: Einige Shops erhöhen kurzfristig vorher den Preis, um dann angeblich „großartig“ zu reduzieren.


Mehr Informationen zum Thema finden Sie hier

Weil ein großer Teil der Umsätze online erfolgt und viele Bestellungen über Versand­logistik abgewickelt werden, steigt das Paket-Aufkommen rund um diese Zeit stark an. Laut Angaben der Österreichischen Post wurde im Inland 2024 ein Paket­volumen von über 224 Mio. Sendungen gemeldet, mit Tagesrekorden von über 1,56 Mio. Paketen pro Tag in der Peak-Saison rund um die Black Friday/Cyber-Week-Phase. Auch die DHL Group berichtet von neuen Rekordwerten der Sortier- und Zustellkapazitäten, direkt angeschoben durch den Black Friday.   
Händler und Zustelldienste haben in dieser Zeit mit hoher Belastung zu rechnen.

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