Paketboxanlage im Mehrfamilienhaus: 3 optimale Lösungen

Die stetig wachsende Zahl an Online-Bestellungen macht es notwendig, effiziente Lösungen für die Paketannahme und -verteilung in Mehrfamilienhäusern zu finden. Eine Paketboxanlage kann hier Abhilfe schaffen. Doch wie plant man diese am besten? In diesem Blogpost zeigen wir Ihnen, wie Architekt*innen bei der Planung einer Paketboxanlage vorgehen sollten, und welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Aufstellvarianten haben.

Aufstellvarianten: Vor- und Nachteile im Überblick

Es gibt drei gängige Varianten, eine Paketboxanlage zu installieren: außerhalb des Gebäudes, im Hauseingangsbereich oder in einem speziellen Paket- und Briefkastenraum. Jede dieser Varianten hat spezifische Vor- und Nachteile, die im Folgenden näher erläutert werden.

1. Outdoor-Paketboxanlage

Die Outdoorpaketbox ist eine weit verbreitete Lösung, da sie besonders zugänglich und einfach zu installieren ist. Diese Variante ist ideal für Gebäude mit direktem Zugang von außen.

Vorteile:

  • Keine Zugangshindernisse: Lieferant*innen haben freien Zugang zur Paketbox, ohne dass sie Schlüssel, PIN-Codes oder Zutrittskarten benötigen.
  • Leichte Erreichbarkeit: Die Box ist direkt von außen zugänglich, was den Zustellprozess beschleunigt.

Planungshinweise:

  • Standortwahl: Achten Sie darauf, dass die Paketbox nicht südseitig ausgerichtet ist, um die Lesbarkeit des Displays zu gewährleisten.
  • Witterungsschutz: Eine integrierte Überdachung oder die Aufstellung an einem bereits überdachten Ort schützt die Pakete, Lieferdienste und Bewohner*innen vor Regen und Witterungseinflüssen.
  • Sichere Verankerung: Die Paketbox sollte fest in Beton, Asphalt, Fliesen oder Pflastersteinen verankert werden. Der Untergrund muss eben sein, wobei ein Höhenunterschied von bis zu 3cm durch die Paketboxanlage ausgeglichen werden kann. Versorgung: Die Strom- und Internetversorgung erfolgt über Anschlüsse an der Unter- oder Rückseite der Box. Bei fehlender Netzwerkverbindung kann eine mobile Datenoption genutzt werden.
  • Versorgung: Die Strom- und Internetversorgung erfolgt über Anschlüsse an der Unter- oder Rückseite der Box. Bei fehlender Netzwerkverbindung kann eine mobile Datenoption genutzt werden.
  • Erweiterbarkeit: Da das Paketvolumen jährlich steigt, sollte die Anlage erweiterbar sein, um zusätzliche Paketfächer hinzufügen zu können.

Standortwahl: Der Schlüssel zur Effizienz

Der wichtigste Aspekt bei der Wahl des Standorts einer Paketboxanlage ist die Sichtbarkeit und Zugänglichkeit für die Lieferdienste. Der Standort sollte so gewählt werden, dass die Lieferdienste die Anlage sofort erkennen und leicht erreichen können. Dabei sollte die Platzierung zwischen dem Parkplatz und dem Eingang des Gebäudes oder direkt im Eingangsbereich erfolgen. Bei Gebäuden mit mehreren Eingängen kann es sinnvoll sein, mehrere Paketboxen an zentralen Punkten aufzustellen, um eine gleichmäßige Verteilung und leichte Erreichbarkeit zu gewährleisten.

2. Paketboxanlage im Paketraum

Diese Variante eignet sich besonders für große Wohnanlagen oder Gebäude, in denen zusätzliche Sicherheit und Schutz erforderlich sind. Ein Paketraum bietet maximalen Schutz für Pakete und Paketboxanlagen.

Vorteile:

  • Witterungsschutz: Die Box ist optimal vor Witterung, Vandalismus und unbefugter Nutzung geschützt.
  • Sicherheit: Garantierter Zugang für Lieferdienste gewährleistet eine reibungslose Zustellung.

Planungshinweise:

  • Sichtbarkeit: Der Paketraum sollte von außen gut sichtbar sein, beispielsweise durch Glaswände, sodass die Lieferant*innen die Ablagemöglichkeit sofort erkennen.
  • Sichere Verankerung: Die Box muss auch hier fest verankert sein, und der Untergrund sollte eben sein.
  • Versorgung: Strom- und Internetanschlüsse sind ebenso wichtig. Mobile Datenoptionen bieten eine Alternative für die Verbindung mit dem Internet.
  • Erweiterbarkeit: Auch hier sollte die Möglichkeit bestehen, die Anlage bei Bedarf zu erweitern.

3. Paketboxanlage im Hauseingangsbereich

Die Installation der Paketbox im Hauseingangsbereich ist eine beliebte Wahl für kleinere Gebäude oder solche mit beschränktem Außenbereich. Diese Variante kombiniert Schutz und Zugänglichkeit.

Vorteile:

  • Einfache Erreichbarkeit: Die Box ist leicht für Bewohner*innen und Lieferdienste zugänglich.

 Planungshinweise:

  • Brandschutz: Der Hauseingangsbereich ist oft ein Fluchtweg. Daher sind die Brandschutzvorschriften der jeweiligen Behörde zu beachten. Unsere Paketboxen sind brandschutzgeprüft und aus nicht brennbaren Materialien gefertigt. Speziell für Wien bietet die Paketbox Lite von Housemeister eine brandschutzkonforme Lösung im Sinne der Feuerpolizei, MA36.
  • Regulierungen: Die Anzahl und Größe der Paketfächer kann städtischen Regulierungen unterliegen. Klären Sie diese Vorgaben mit dem Brandschutzbeauftragten vor Ort.
  • Sichere Verankerung: Die Verankerung und der ebene Untergrund sind auch hier erforderlich.
  • Versorgung: Eine zuverlässige Strom- und Internetversorgung ist nötig, wobei mobile Daten eine Alternative darstellen können.
  • Erweiterbarkeit: Auch im Eingangsbereich sollte die Möglichkeit bestehen, die Paketboxanlage zu erweitern.

Paketfachanzahl je nach Haushaltsanzahl

Die Größe der Paketboxanlage sollte an die Anzahl der Wohneinheiten im Gebäude angepasst werden. Hier sind einige Empfehlungen:

  • 10-40 Wohneinheiten: 6 Paketfächer
  • 50-90 Wohneinheiten: 13 Paketfächer
  • 90-120 Wohneinheiten: 18 Paketfächer
  • 120-160 Wohneinheiten: 24 Paketfächer
 

Für detaillierte Planungen bieten wir 2D- und 3D-Zeichnungen an. Informationen dazu finden Sie auf Anfrage in unserem Spezifikationsdokument.

Hier geht es zu einer kompakten Übersicht über die Vorteile und Montage einer Paketboxanlage.

Fazit

Die sorgfältige Planung und Umsetzung einer Paketboxanlage in Mehrparteienhäusern trägt nicht nur zur Zufriedenheit der Bewohner*innen bei, sondern erleichtert auch die Arbeit der Lieferdienste und erhöht die Sicherheit der zugestellten Pakete. Wie es mit den Paketboxen weitergeht, was die Einkaufsgewohnheiten der Bewohner*innen betrifft, sowie die Unterschiede in der Stadt und am Land erläutert der Ratgeber des Österreichischen Bundesministeriums „Einsatzkriterien und Standortwahl von Paketboxen“.

Berücksichtigen Sie die spezifischen Anforderungen und Gegebenheiten Ihres Projekts, um die bestmögliche Lösung zu finden. Die Wahl des richtigen Standorts, die Berücksichtigung von Brandschutzvorschriften und die Möglichkeit zur Erweiterung der Anlage sind dabei entscheidende Faktoren für eine erfolgreiche Umsetzung. 

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FAQs

Eine Paketboxanlage ist eine Einrichtung, die in Mehrparteienhäusern installiert wird, um die Zustellung und Abholung von Paketen zu erleichtern. Sie ermöglicht es den Bewohner*innen, Pakete sicher entgegenzunehmen, auch wenn sie nicht zu Hause sind. Die Anlage wird in der Regel im Eingangsbereich des Gebäudes oder in der Nähe des Hauseingangs installiert und bietet verschiedene Fächer, in denen Zusteller*innen die Pakete deponieren können.

  • Flexibilität und Komfort: Bewohner*innen können zu jeder Tageszeit ihre Pakete abholen.
  • Sicherheit: Diebstahl und der Verlust von Paketen werden minimiert.
  • Zeitersparnis: Zusteller*innen können die Pakete direkt in der Paketbox deponieren, ohne auf die Anwesenheit der Empfänger*innen angewiesen zu sein.
  • Reduzierung des Lieferverkehrs: Durch eine Paketboxanlage kann die Anzahl der Zustellversuche und somit der Lieferverkehr im Wohngebiet verringert werden.
  • Standort: Die Anlage kann im Eingangsbereich des Hauses oder an einem ebenen Standort in unmittelbarer Nähe aufgestellt werden, der leicht zugänglich für alle Bewohner*innen und Zusteller*innen ist.
  • Versorgung: Strom- und Internetversorgung sind erforderlich um die elektronischen Benachrichtigungen und smarten Funktionen der Paketbox nutzen zu können. Diese erfolgen über Anschlüsse an der Paketboxanlage, wobei bei fehlender kabelgebundender Netzwerkverbindung alternativ auch eine mobile Datenoption genutzt werden kann.
  • Inbetriebnahme: Für die Nutzer der Paketbox ist eine Registrierung erforderlich um Zusteller*innen eine Abstellgenehmigung zu erteilen.

Die Kosten variieren je nach Größe und Ausstattung der Anlage. Sie umfassen die Anschaffungskosten für die Anlage, Installationskosten, Kosten für die Anbindung an Strom und Internet sowie laufende Betriebskosten für die verbundenen Services und Wartung.

Der Zugang für Lieferdienste zu den Fächern der Paketboxanlage wird durch persönliche Ablage-PIN-Codes der Empfänger*innen geregelt. Sobald der*die Zusteller*in das Paket abgelegt hat und das Fach schließt, erhält der*die Empfänger*in eine Benachrichtigung mit einem einmal gültigen Abhol-PIN-Code und kann das Paket zu jedem beliebigen Zeitpunkt abholen. Auf Wunsch kann die Ablage für Lieferdienste auch ohne Ablage-PIN-Code erfolgen.

Die Installation einer Paketboxanlage kann den Wiederverkaufswert einer Immobilie positiv beeinflussen, insbesondere in städtischen Gebieten, wo die Nachfrage nach effizienten Zustelloptionen hoch ist. Sie gilt als modernes und attraktives Feature, das die Attraktivität des gesamten Gebäudes steigert und langfristig den Wert der Immobilie erhöhen kann.

Mit dem zunehmenden Online-Handel steigt auch das Volumen an Paketsendungen, was eine effiziente Paketannahme und -verteilung in Mehrparteienhäusern erfordert. Eine Paketboxanlage stellt eine nachhaltige Lösung für die wachsenden Anforderungen an die Zustelllogistik dar, indem sie die Anzahl der erforderlichen Zustellfahrten und somit auch CO₂-Emissionen reduziert.

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